1. Dünnschichtlasur
Die Dünnschichtlasur ist die klassischste und älteste Form des Holzschutzes. Sie dringt vollständig in das Holz ein und bildet keine sichtbare Schicht auf der Oberfläche. Das Holz trinkt die Lasur quasi auf, die Fasern werden imprägniert und von innen geschützt. Das Ergebnis: Die natürliche Maserung bleibt vollständig sichtbar, das Holz fühlt sich natürlich an und sieht aus, als wäre es unbehandelt – aber es ist geschützt.
Ideal für: trockene Innenbereiche, Holzmöbel in geschlossenen Räumen, frisches Holz mit guter natürlicher Struktur. Nicht ideal für: stark bewitterte Außenflächen, feuchte Untergründe, alte vergraute Hölzer.
2. Dickschichtlasur
Die Dickschichtlasur bildet eine dünne, aber sichtbare und messbare Schutzschicht auf der Holzoberfläche. Diese Filmschicht bietet deutlich mehr Schutz gegen Witterungseinflüsse, UV-Strahlung und mechanische Beanspruchung als die Dünnschichtvariante. Die Maserung ist noch erkennbar, aber durch die Farbschicht leicht verschleiert.
Ideal für: Fensterbänke, Gartenmöbel, Holzterrassen, Carports, Gartenhäuser und alle Holzflächen, die regelmäßigem Regen, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Nachteil: Wenn die Schicht mit der Zeit aufplatzt, muss sie vollständig abgeschliffen werden, bevor neu gestrichen werden kann.
3. Öl-Lasur und Hartwachsöl
Die Öl-Lasur ist die dritte Hauptkategorie und verbindet den Schutz einer klassischen Lasur mit den pflegenden und nährenden Eigenschaften von Holzöl. Sie dringt tief ins Holz ein, nährt die Fasern und bildet gleichzeitig einen Schutzfilm. Hartwachsöle sind eine Weiterentwicklung, die zusätzlich Wachsanteile enthalten und damit noch mehr Oberflächenschutz bieten.
Ideal für: Hartholz-Böden aus Eiche oder Nuss, Terrassen aus Ipé oder Bangkirai, edle Holzmöbel und Küchen-Arbeitsflächen. Öl-Lasuren sind lebensmittelecht erhältlich und sehr beliebt für Esstische und Küchenschneidbretter.