Wandgestaltung

Welche drei Arten von Holzlasuren gibt es?

13.05.2026
5 Min. Lesezeit

Nicht alle Holzlasuren sind gleich. Je nach Schichtstärke, Zusammensetzung und Anwendungszweck unterscheidet man grundsätzlich drei Haupttypen von Holzlasuren. Wer den Unterschied kennt und versteht, trifft beim nächsten Holzschutzprojekt automatisch die richtige Entscheidung – und spart sich Zeit, Geld und Frust.

Warum die Art der Lasur so wichtig ist

Die Wahl der falschen Lasur kann dazu führen, dass das Ergebnis nicht hält, die Optik nicht stimmt oder die Renovierung nach wenigen Jahren aufwändig wird. Eine Dünnschichtlasur, die für trockenes Innenholz konzipiert ist, wird an einer bewitterten Außenfassade innerhalb eines Winters versagen. Eine Dickschichtlasur auf frischem, noch feuchtem Holz kann aufblättern und Probleme bereiten. Das richtige Wissen verhindert teure Fehler.

Die drei Arten von Holzlasuren im Detail

1. Dünnschichtlasur

Die Dünnschichtlasur ist die klassischste und älteste Form des Holzschutzes. Sie dringt vollständig in das Holz ein und bildet keine sichtbare Schicht auf der Oberfläche. Das Holz trinkt die Lasur quasi auf, die Fasern werden imprägniert und von innen geschützt. Das Ergebnis: Die natürliche Maserung bleibt vollständig sichtbar, das Holz fühlt sich natürlich an und sieht aus, als wäre es unbehandelt – aber es ist geschützt.

Ideal für: trockene Innenbereiche, Holzmöbel in geschlossenen Räumen, frisches Holz mit guter natürlicher Struktur. Nicht ideal für: stark bewitterte Außenflächen, feuchte Untergründe, alte vergraute Hölzer.

2. Dickschichtlasur

Die Dickschichtlasur bildet eine dünne, aber sichtbare und messbare Schutzschicht auf der Holzoberfläche. Diese Filmschicht bietet deutlich mehr Schutz gegen Witterungseinflüsse, UV-Strahlung und mechanische Beanspruchung als die Dünnschichtvariante. Die Maserung ist noch erkennbar, aber durch die Farbschicht leicht verschleiert.

Ideal für: Fensterbänke, Gartenmöbel, Holzterrassen, Carports, Gartenhäuser und alle Holzflächen, die regelmäßigem Regen, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Nachteil: Wenn die Schicht mit der Zeit aufplatzt, muss sie vollständig abgeschliffen werden, bevor neu gestrichen werden kann.

3. Öl-Lasur und Hartwachsöl

Die Öl-Lasur ist die dritte Hauptkategorie und verbindet den Schutz einer klassischen Lasur mit den pflegenden und nährenden Eigenschaften von Holzöl. Sie dringt tief ins Holz ein, nährt die Fasern und bildet gleichzeitig einen Schutzfilm. Hartwachsöle sind eine Weiterentwicklung, die zusätzlich Wachsanteile enthalten und damit noch mehr Oberflächenschutz bieten.

Ideal für: Hartholz-Böden aus Eiche oder Nuss, Terrassen aus Ipé oder Bangkirai, edle Holzmöbel und Küchen-Arbeitsflächen. Öl-Lasuren sind lebensmittelecht erhältlich und sehr beliebt für Esstische und Küchenschneidbretter.

Zusätzliche Kategorien, die man kennen sollte

Wachs-Lasur

Für feine Möbeloberflächen und Innenböden gibt es Wachs-Lasuren. Sie geben dem Holz einen seidigen Schimmer, der tiefer und natürlicher wirkt als Lack. Wachs-Lasuren sind pflegeintensiver als andere Varianten, liefern aber ein unübertroffenes optisches und haptisches Ergebnis bei hochwertigen Holzmöbeln.

Lasierfarbe (deckend)

Eine Sonderform sind deckende oder halbtransparente Lasierfarben. Sie enthalten mehr Pigmente als klassische Lasuren, decken die Maserung teilweise oder vollständig ab und bieten mehr Farbschutz. Ideal für altes, verwittertes Holz oder wenn ein komplett neuer Look gewünscht wird.

Wasserbasis oder Lösemittel – welches ist besser?

Alle drei Lasur-Typen sind sowohl wasserbasiert als auch lösemittelbasiert erhältlich. Wasserbasierte Produkte sind geruchsärmer, schneller trocknend und umweltfreundlicher. Für den Innenbereich sind sie klar zu bevorzugen. Im Außenbereich bei extremen Bedingungen bieten lösemittelbasierte Lasuren manchmal noch Vorteile in der Tiefenwirkung und Witterungsbeständigkeit.

Fazit

Dünnschicht für trockene Innenbereiche, Dickschicht für stark beanspruchte Außenflächen, Öl-Lasur für Böden und edle Holzarten – diese einfache Faustregel hilft bei der richtigen Entscheidung. Wer zusätzlich auf wasserbasierte Produkte setzt, handelt ökologisch verantwortungsbewusst und schafft ein angenehmes Raumklima im Innenbereich.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen einer Dünnschicht- und einer Dickschichtlasur?

Die Dünnschichtlasur dringt vollständig ins Holz ein und bildet keine sichtbare Schicht – die natürliche Maserung bleibt komplett erhalten. Die Dickschichtlasur hingegen bildet eine messbare Schutzschicht auf der Oberfläche und bietet deutlich mehr Schutz gegen Witterung und UV-Strahlung. Veluxis Holzlasuren sind in beiden Varianten erhältlich, abgestimmt auf den jeweiligen Anwendungsbereich.

Welche Holzlasur eignet sich für Gartenmöbel und Außenbereiche?

Für Gartenmöbel, Terrassen und Carports empfiehlt sich eine Dickschichtlasur, da sie eine schützende Filmschicht bildet, die Regen, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen standhält. Die Veluxis Holzlasuren für den Außenbereich sind speziell auf diese Anforderungen abgestimmt und sorgen für langanhaltenden Schutz und eine gleichmäßige, satte Farbwirkung.

Was ist eine Öl-Lasur und wann sollte ich sie verwenden?

Eine Öl-Lasur verbindet den Schutz einer klassischen Lasur mit den pflegenden Eigenschaften von Holzöl. Sie dringt tief ins Holz ein, nährt die Fasern und ist besonders geeignet für Hartholzböden, edle Möbel und Küchen-Arbeitsflächen. Veluxis Öl-Lasuren sind in lebensmittelechter Ausführung erhältlich – ideal für Esstische und Holzschneidbretter.

Kann ich eine Dünnschichtlasur im Außenbereich verwenden?

Das wird nicht empfohlen. Dünnschichtlasuren sind für trockene Innenbereiche und frisches Holz konzipiert. An stark bewitterten Außenflächen würde eine Dünnschichtlasur innerhalb kurzer Zeit versagen. Für den Außenbereich greifst du besser zu einer Veluxis Dickschichtlasur, die speziell für Witterungsbelastung entwickelt wurde.

Was ist besser – wasserbasierte oder lösemittelbasierte Holzlasur?

Für den Innenbereich sind wasserbasierte Lasuren klar zu bevorzugen – sie sind geruchsärmer, trocknen schneller und sind umweltfreundlicher. Im Außenbereich bei extremen Witterungsbedingungen können lösemittelbasierte Lasuren Vorteile in der Tiefenwirkung haben. Veluxis bietet beide Varianten an, damit du für jeden Einsatzort die optimale Lösung findest.

Was ist eine deckende Lasierfarbe und wann macht sie Sinn?

Eine deckende Lasierfarbe enthält mehr Pigmente als eine klassische Lasur und deckt die Holzmaserung teilweise oder vollständig ab. Sie ist ideal für altes, verwittertes oder optisch unattraktives Holz, das einen komplett neuen Look bekommen soll. Mit den Veluxis Lasierfarben in Tönen wie Palisander, Nussbaum oder Kiefer lässt sich auch stark beanspruchtes Holz optisch vollständig erneuern.

Wie oft muss ich eine Holzlasur erneuern?

Das hängt vom Lasurtyp und der Beanspruchung ab. Dünnschichtlasuren im Innenbereich halten oft viele Jahre ohne Erneuerung. Dickschichtlasuren im Außenbereich sollten je nach Witterungsbelastung alle zwei bis vier Jahre aufgefrischt werden. Mit hochwertigen Veluxis Holzlasuren verlängerst du die Haltbarkeit deutlich, da die Formulierung speziell auf maximale Wetterfestigkeit und Farbstabilität ausgelegt ist.